Kater Munk, erster registrierter German Rex Kater,
Archivfoto: Fr.Dr. Scheuer-KarpinChristopher Columbus, erster registrierter 
German Rex Kater in Amerika, 
Züchter u. Archivfoto: Fr. Dr. Scheuer-KarpinChristopher Columbus, erster registrierter 
German Rex Kater in Amerika, 
Züchter u. Archivfoto: Fr. Dr. Scheuer-Karpin

 

GERMAN REX Brahma Rex vom Glücksklee, seal-point, 
Bes. u. Foto: P.Hilse

Allgemeines: Vor ca. 70 Jahren begann die Geschichte der German Rex, der ältesten gelockten Katzenrasse der Welt. In Königsberg, im damaligen Ostpreußen wurden drei blaue Kater geboren, deren Mutter eine Angorakatze und deren Vater ein Russisch Blau war. Das bekannteste Jungtier aus diesem Wurf war der Kater "Munk". Das besondere an diesem Kerlchen war das kurze, weiche und gelockte Fell. Seine Schnurrhaare waren jedoch nicht gekräuselt. Munk wurde zum Straßenkater und verstreute dort sein wertvolles Erbgut an die Schönheiten der Nachbarschaft bevor er 1945 starb.

1948 wurde das Personal der Hufelandklinik in Berlin auf ein Straßenkätzchen aufmerksam, das die gleichen Merkmale wie der Kater Munk besaß. Frau Dr. Scheuer-Karpin gab dem Tier den Namen "Lämmchen" und nahm es in ihre Obhut. Sie erfuhr, daß "Lämmchen" aus Königsberg zugezogen war, daher vermutlich ein Nachkomme von Kater Munk war. Frau Dr. Scheuer-Karpin stellte fest, daß es sich hier um eine natürliche Mutation handelte und verpaarte "Lämmchen" mit ihrem Sohn Blackie II. Aus dem Wurf gingen drei Rexkatzen hervor, darunter "Christopher Columbus" Stammvater der German Rex Zucht in den USA und "Marco Polo" der nach Frankreich zu Prof. Letard ging. Der dritte Kater blieb in der damaligen DDR. "Lämmchen" und ihre Nachkommen sorgten weltweit für sehr viel Aufsehen. Die in den siebziger/achtziger hoffnungsvoll begonnene Zucht stagnierte leider mangels Interesse an dieser Rasse und es kam soweit, daß diese Rasse vom Aussterben bedroht war. Erst 1999 fand sich eine Gruppe von Züchtern, die diese zauberhafte, pflegeleichte, sehr gesellige und einzige deutsche Katzenrasse wieder stabil aufbauen möchte. Auch besteht wieder internationales Interesse an diesen kleinen Kobolden.

Für den stabilen Aufbau dieser Rasse stehen derzeit nur fünf zuchttaugliche und sehr eng verwandte Tiere zur Verfügung. Um eine gesunde Zucht aufzubauen, wird daher vorerst der Genpool erweitert. Das bedeutet, daß "normalhaarige" Tiere wie schlanke Europäisch Kurzhaar oder gesunde Hauskatzen eingekreuzt werden müssen. Die nächsten Ziele sind den Typ und die Lockenqualität zu verbessern. Leider wurden in früheren Jahren Perser- und Britisch-Kurzhaar-Katzen eingekreuzt, die Fellänge und Typ negativ veränderten. Nun soll wieder der "Urtyp" der German Rex herausgezüchtet werden, der nicht so plump ausfallen soll und sich weitaus von der Selkirk Rex unterscheidet.

Rassebeschreibung: Emily von Batu, Züchter, Bes. u. Foto: I. Jänicke

Körper: von mittlerer Größe und Länge, kräftig und muskulös, aber nicht massig und plump; Brust im Profil kräftig und gerundet; gerader Rücken; Beine verhältmismäßig fein von mittlerer Länge; Füße gut ausgeprägt, eine ovale Form andeutend

Kopf: gerundet, mit guter Breite zwischen den Ohren, einem kräftigen Kinn und gut entwickelten Wangen; Nase weist leichte Einbuchtung am Ansatz auf; Augen stehen in gutem Abstand zur Nasenlinie, eher weit außen als innen

Augen: mittlere Größe; rund und gut geöffnet; von leuchtender Farbe, zur jeweiligen Fellfarbe passend

Ohren: mittelgroß; breit am Ansatz und an den Spitzen leicht gerundet; die Außenseite mit feinem Haar dicht besetzt, die Innenseite leicht behaart

Schwanz: mittlere Länge; von einem mittleren Ansatz aus leicht zulaufend zu einer rundlichen Spitze; gute Behaarung

Farbe: alle Fellfarben erlaubt

Fell: wesentliches Merkmal der German Rex; durch das Fehlen der Grannenhaare fasst sich das Fell weich und samtig wie Maulwurfspelz an, weicher als bei der Devon Rex; kurz und plüschartig mit eindeutiger Tendenz zur Welligkeit oder Lockung; abgeschlossen ist die Lockenentwicklung oft erst nach zwei Jahren, bei Jungtieren ist das zu berücksichtigen; Schnurrhaare kürzer als Normal und leicht gekrümmt

Sonstiges: die German Rex besitzt im Gegensatz zu den anderen Rex-Katzen fast perfekte Tasthaare. Sie brechen nicht ab und sind kaum gedreht.

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Emely u. Exoty
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Estrella
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Züchter u. Foto: Fam. Wöllner

Donar v. Zeitz

Weitere Auskünfte und die Vermittlung von seriösen Züchtern von Montag bis Mittwoch in der Zeit von 17.00 - 20.00 Uhr bei der

BERLINER PRO-KAT Deutsche Pro-Kat Verein für Katzenfreunde e.V. Tel.: (030) 38309033


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