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PK (Pyruvatkinasedefizienz)

Bei der PK (Pyruvatkinasedefizienz) handelt es sich um eine autosomal rezessiv vererbbare Erkrankung, an der in der Katzenwelt hauptsächlich Abessinier und Somalikatzen erkranken.
Dabei fehlt den roten Blutkörperchen das Pyruvat-Kinase-Enzym, das für die Energiegewinnung der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) notwendig ist. Durch die beeinträchtigte Glykolyse (Sammelbegiff für eine Reihe von enzymatischen Reaktionen, in denen Glukose in kleinere Fragmente gespalten wird) wird die durchschnittliche Überlebenszeit der Erythrozyten, die normalerweise ca. 70 Tage beträgt, stark verkürzt, es entsteht also eine chronische, regenerative hämolytische Anämie.
Neben den immer wiederkehrenden Symptomen einer Anämie (blasse Schleimhäute, Schwäche), kann es jetzt auch zu hämolytischen Krisen mit Gelbsucht und Fieber kommen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen kann dabei sehr stark vermindert sein. Dabei ist eine höhere Anzahl von juvenilen Erythrozyten bei einer normalen Erythrozytenzahl besonders auffällig, gelegentlich kann es auch noch zu einer vergrößerten Milz kommen.
Da es einige ähnliche Krankheitsbilder gibt, sollte man auch eine Pyruvatkinasedefizienz in Betracht ziehen, wenn die Diagnose nach Routineuntersuchungen im Labor nicht eindeutig ist.
Da es keine spezifische Therapie für die PK gibt, sollte man die Vererbung der Krankheit durch rechtzeitige Untersuchungen der Zuchttiere und ggf. entsprechenden Massnahmen unterbinden. Für die betroffenen Tiere selbst können dann Bluttransfusionen lebensrettend sein. Daher ist eine Blutgruppenbestimmung ebenfalls sehr wichtig. Es ist darauf zu achten, dass bei den betroffenen Tieren Stress und ebenso die Risiken von Infektionen vermieden werden, da dadurch evtl. hämolytische Krisen ausgelöst werden können.
Da der genetische Defekt, der zu dieser Erkrankung der Katzen führt, bekannt ist, können die erkrankten und die gesunden Tiere sicher mit Hilfe von DNA-Tests ermittelt werden. Gleichfalls werden die klinisch unauffälligen Träger dieser Krankheit sicher mit diesen Tests identifiziert und können dann von der Zucht ausgeschlossen werden.
Zur Durchführung des Tests müssen dem Tier nur wenige Milliliter Blut vom Tierarzt abgenommen werden und zu den DNA-Tests eingeschickt werden (z.B. an Laboklin). Das Ergebnis des Test liegt dann nach ca. einer Woche vor.

Laboklin GmbH und weitere diverse Quellen


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