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Verein für Katzenfreunde e.V.


Eingang 30.03.2005: Coronavirus-Direktnachweis bei LABOKLIN möglich

Ab sofort bietet das veterinärmedizinische Labor LABOKLIN, Bad Kissingen, einen Test zum direkten Coronavirus (FCoV)-Nachweis aus dem Kot bei der Katze an. Laut einer Studie von Prof. Dr. Hans Lutz (Universität Zürich) sind rund 95% aller Katzen, die älter als 1 Jahr sind, schon einmal mit dem Coronavirus in Kontakt gewesen. Viele Tiere tragen das Virus in sich ohne irgendwelche Krankheitssymptome zu zeigen, denn in den meisten Fällen bricht die durch das FCo-Virus verursachte Feline Infektiose Peritonitis (FIP) erst in Stresssituationen aus. Trotzdem sind diese Katzen - gerade in Tierheimen oder Zuchten - als mögliche Ausscheider des Viruses eine grosse Gefahr für alle anderen Katzen im näheren Umfeld. Mit einem neuen DNA-Test aus einer leicht zu gewinnenden Kotprobe kann LABOKLIN nachweisen, ob das Tier infiziert bzw. Ausscheider ist. Schnell, sicher und kostengünstig.

Für Fragen diesbezüglich stehen wir Ihnen gerne unter
Telefon +49(0)971 - 7236 553 oder
eMail labogen@laboklin.de zur Verfügung.

Quelle: Laboklin


Eingang 01.08.2006: Nachweis der Fellfarben chocolate, cinnamon sowie der Farbvarianten Siam und Burmabraun bei Katzen mittels DNA-Test bei LABOKLIN möglich

Siam- und Burma-Gen

Das Siam-Gen ist verantwortlich für einen Phänotyp, der eine milde Form von Albinismus darstellt. Die temperatursensitive Mutation erlaubt die Produktion des normalen Pigments nur an den kühleren Extremitäten des Körpers, was die „Maske“ des Gesichts, die dunklen Pfoten und den dunklen Schwanz verursacht. Man nennt den Siamfaktor daher auch Maskenfaktor oder Point, da an den „Points“ oder kühleren Regionen des Körpers normale Farbproduktion stattfindet.
Burma ist die leichteste Form des Albinismus und ist charakterisiert durch normale Pigmentation an den Extremitäten und eine leichte Schattierung normaler Körperfarbe. Verantwortlich für diese Farbschattierungen sind zwei Mutationen im Gen für das Enzym Tyrosinase, das für die Produktion von Melanin verantwortlich ist. Man nennt diesen Genort C-Locus. Das dominante Wildtypallel C bewirkt die Vollfärbung, das rezessive cs-Allel bewirkt im reinerbigen Zustand die typisch dunkle Farbe an Ohren, Maske, Schwanz und Beinen. Burma wird ebenfalls rezessiv vererbt und führt im reinerbigen Zustand zur Fellfarbe Burmabraun und tritt in verlaufenden Abstufungen von Schwarz bis Dunkelbraun auf.

Chocolate- und Cinnamon-Gen

Die Farbvarianten chocolate und cinnamon werden durch Mutationen im Gen TYRP1 (tyrosinase-related-protein 1) verursacht, das an der Produktion des schwarzen Farbpigments Eumelanin beteiligt ist. Man nennt den Genort B-Locus. Die Braunvarianten stehen dabei in der sogenannten allelischen Reihe zueinander, wobei das folgendes Dominanzverhältnis herrscht: B > b > bl. Das B Allel ist dominant und stellt die normale Wildtyp-Schwarz-Färbung dar. Katzen mit „braunen“ Genotypen bb oder bbl sind phänotypisch chocolate, und Katzen mit dem „hellbraunen“ Genotyp blbl sind phänotypisch cinnamon, unabhängig von b und B.

Wie kann ich die verschiedenen Erbanlagen für die Fellfarben chocolate, cinnamon, Siam und Burma nachweisen?

Vor einiger Zeit wurden in den USA die Mutationen für die Farben cinnamon, chocolate, Siam und Burma gefunden, was die Ermittlung der verschiedenen Genotypen mittels DNA-Test möglich macht. Nach Testvalidierung in Zusammenarbeit mit verschiedensten deutschen Tierärzten und Züchtern wird der DNA-Test bei der Firma LABOKLIN GmbH und Co.KG in Bad Kissingen angeboten. LABOKLIN testet bei der Untersuchung auf die Anlage von chocolate vier bekannte Genorte, was den Test äußerst zuverlässig macht. Bei den Farbvarianten cinnamon, Siam und Burma ist jeweils nur eine Mutation beschrieben, welche für die jeweilige Farbe verantwortlich ist.

Wie funktioniert der DNA-Test und wie sicher ist er?

Zunächst wird aus einer Blutprobe die DNA, d.h. das Erbgut, der Katze isoliert. Mittels der sogenannten Polymerase-Kettenreaktion wird dann das betroffene Gen millionenfach vervielfältigt um es leichter analysieren zu können. Anschließend wird automatisch mit Hilfe eines sog. Genetic Analyzers die Erbsequenz gelesen. Somit können die Mutationen, welche die entsprechende Farbanlage ausmachen, direkt nachgewiesen werden und auch Anlageträger können sicher identifiziert werden. Da dieser Test vorwiegend maschinell durchgeführt wird, sind Laborfehler nahezu ausgeschlossen.

Wie werte ich das Testergebnis?

Das Ergebnisübermittlung erfolgt für jede Farbe einzeln, das bedeutet, dass der Genotyp immer für den jeweiligen Genort separat angegeben wird.
Testergebnis am Beispiel von cinnamon:
BB: Die Katze ist reinerbig für das Wildtyp-Allel. Die Katze trägt kein cinnamon und vererbt auch kein cinnamon an ihre Nachkommen weiter.
Bbl: Die Katze ist mischerbig für das cinnamon-Allel. Sie trägt cinnamon und kann das Gen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an ihre Nachkommen weitervererben.
blbl: Die Katze ist reinerbig für das cinnamon-Allel. Sie prägt phänotypisch cinnamon aus (eventuell auch in verdünnter Form wie fawn) und gibt das Gen mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % an ihre Nachkommen weiter.

Was wird für den Test benötigt, wie lange dauert‘s und was kostet er?

Für den DNA-Test wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt. Auch die Einsendung eines sog. Backenabstriches ist möglich. Der Backenabstrich muss mit den von uns erhältlichen Spezialbürsten durchgeführt werden*.
Der Test wird bei uns mindestens einmal wöchentlich angesetzt, so dass das Ergebnis etwa eine Woche nach Erhalt der Probe vorliegt.
Wir verrechnen für den Gentest für eine Fellfarbe 45,50 zuzügl. MwSt.

Für Fragen diesbezüglich stehen wir Ihnen gerne unter
Telefon +49(0)971 - 7 20 20 oder
FAX +49(0)971 - 72 36 193 eMail labogen@laboklin.de zur Verfügung.

Quelle: Laboklin


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